Linemann, Friedhelm – Als Harzgerode brannte


Linemann, Friedhelm – Als Harzgerode brannte

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Geschichten und Bilder aus dem anhaltischen Unterharz
Band 3 der Beiträge zur Kulturgeschichte des Harzes und seiner Umwelt 


978-3-86289-114-6

Vorwort
Schier unerschöpflich ist im Unterharz und in seinem Vorland der Reichtum an Geschichten und Legenden. Im frühen Mittelalter wurde diese Region zum wichtigsten Schauplatz für die Anfänge der Geschichte der Deutschen. Dabei entstand Anhalt als die älteste und gleichzeitig kleinste Kulturlandschaft Deutschlands. Das frühere Herzogtum Anhalt, d.h. das Gebiet zwischen Harzgerode und Wörlitz, galt einst als Musterland der Aufklärung. 
Mit der Burg im Selketal befindet sich die Wurzel Anhalts in der Gemarkung Harzgerode. Daher nimmt sie selbstverständlich im Kapitel „Vergangenes wird wieder lebendig – ein Streifzug durch den anhaltischen Unterharz”  einen ihr gebührenden Platz ein; auch unter Beachtung des großen Jubiläums 800 Jahre Anhalt. Alle aufgenommenen Episoden enthalten zahlreiche historisch fundierte Aussagen und eine Vielfalt an Informationen. Der Leser wird jedoch auch unterhaltsame und phantasiereiche Passagen vorfinden. Beschrieben wird beispielsweise, wie Fürst Wilhelm nebst Gefolge mit Hilfe eines „Hängstuhls” – also eine Art Fahrstuhl – im Jahre 1694 die Bergleute in der Silbererzgrube Albertine bei Harzgerode vor Ort aufsuchte. Wir erfahren Einzelheiten über die Besuche zweier Dichter von Weltruhm in Harzgerode: Heinrich Heine und Hans Christian Andersen. Erzählt wird vom segensreichen Wirken der Kulturstiftung Pfennigsdorf aus Bonn im Zusammenhang mit den drei Bronzefiguren Bergmann, Berggeist und Frosch auf dem Harzgeröder Bergmannsbrunnen. Eingeladen werden wir in ins Scheunencafé im Selketal und erfahren, was es mit dem ungewöhnlichen Namen Drahtzug auf sich hat. Zeitzeugen schildern das Leben in einem ehemaligen Forsthaus. Auch für frühere Einwohner von Harzgerode besteht in einem Kapitel die Möglichkeit, noch einmal – sicherlich mit etwas Wehmut – in die vielen einst vorhandenen Geschäfte der Unter- und Oberstraße zu gehen. Erinnerungen an damalige Warensortimente, aber auch an Eigenarten der Geschäftsinhaber, werden so manches Schmunzeln hervorrufen. 
Die schreckliche Zeit des Dreißigjährigen Krieges ist der Hintergrund zu den Geschehnissen während der Kirmes 1634 in Dankerode bzw. einer Hinrichtung in Harzgerode. Ein Jahr später steht die Residenzstadt in Flammen – bis auf sieben Häuser brennt die gesamte Stadt ab. Erzählt wird, wie und warum der Übeltäter den Brand auslöste und welche Rolle die Fürstenfamilie damals gespielt hat.
Der Verfasser hält die Begebenheiten in den Praxisräumen von Doktor Wald für besonders wichtig und wertvoll. Angesichts des massiven, ja brutalen Holzeinschlags in den Buchen- und Eichenwäldern des Ostharzes wird deutlich, wie verhängnisvoll es ist,  wenn hemmungslose Profitgier über Natur- und Landschaftsschutz siegt. Mögen doch auch weiterhin Vorhaben verwirklicht werden, die zum Erhalt der Unterharzer Wald­region beitragen und ein Gedeihen der Pflanzen- und Tierwelt fördern – zum Wohle aller Harzbewohner sowie der Touristen aus nah und fern.

Harzgerode, im Herbst 2015                 
Dr. Friedhelm Linemann

Inhalt

Vorwort
In memoriam
Feurio! Die Stadt brennt 
Hinrichtung auf dem Marktplatz in Harzgerode (1634) – 30-jähriger Krieg 
Doktor Wald
Noch einmal in die Geschäfte der Unter- und Oberstraße gehen
Vom Forsthaus zum Scheunencafé am Drahtzug
Vergangenes wird wieder lebendig – ein Streifzug durch den anhaltischen Unterharz

 

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