Kehrbein, Rudolf – Rolf - Ein Stückchen Leben. Vom SS-Freiwilligen zum christlichen Jugendleiter.


Kehrbein, Rudolf – Rolf - Ein Stückchen Leben. Vom SS-Freiwilligen zum christlichen Jugendleiter.

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Ein Stückchen Leben.

978-3-938380-29-1

„Wir lebten in einem Siegestaumel. Die Jugend war hingerissen vom Schneid und Erfolg der Soldaten.“ In dieser Stimmung meldet sich der 17-jährige Rolf an einem schönen Frühlingstag 1942 freiwillig zur Waffen-SS. Er hat Angst, nicht mehr dabei sein zu können, wenn Deutschland seine Feinde besiegt. Erst in der englischen Kriegsgefangenschaft beginnt er, seine Erlebnisse zu verarbeiten und umzudenken. Und so wird aus dem Freiwilligen der Waffen-SS ein christlicher Jugendleiter – eine Wende, wie sie tiefer kaum sein kann.
 

Inhalt
Eine Reise nach Berlin im Herbst 1966    
Familie und Jugend
Militärzeit
Gefangenschaft
Nachwort    
Nachsatz
Betrachtung

Nachsatz
Ja, sein Onkel Walter hatte den Untergang des großen Reiches herbeigesehnt, er hatte ihn ja auch stets vorausgesagt.
Nun konnte und wollte er wieder SPD-Mann sein, wie früher. Er hatte damals einen Freund, einen gewissen Erich Ollenhauer. Aber ach, wie verkehrte sich dann die Zeit. Seine SPD wurde von der SED geschluckt. Es war alles umsonst gewesen. Er erlitt einen Schlaganfall. An seinem Krankenbett durfte Rolf noch stehen. Er hockte auf dem Bett. In seinen Händen hielt er jeweils eine Hantel aus Holz, langsam hob und senkte er rhytmisch seine Unterarme. Er lag in einem großen Krankensaal, ringsherum ein trostloser Anblick. Sein Onkel weinte. Rolf ging, seinen Onkel sah er dann nie wieder.

Ostpreußen, das geliebte Ostpreußen war verloren.
Der Hof war abgebrannt. In einem Lager im Dorf Güldenboden verstarben der Opa und die Oma.
Dort liegen sie begraben – irgendwo!

Alle Existenzen in Magdeburg waren vernichtet. Den Krieg hatte die Groß­familie fast unbeschadet überstanden. Ein Vetter von Rolf blieb in Frankreich, kurz vor Kriegsende war er dort gefallen. Das nackte Leben hatten sie alle gerettet. Nun waren sie eingekerkert, ihrer Freiheit beraubt. Ständig lebten sie in der Hoffnung auf baldige Veränderungen, ein Trug. Alle haben diese Hoffnung mit ins Grab genommen. Ihre Kinder leben, mögen sie in eine bessere Zukunft gehen.

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