Kersten, Monika – Das blaue Licht. Ein Bericht über das Leben an der Erdgastrasse in Sibirien


Kersten, Monika – Das blaue Licht. Ein Bericht über das Leben an der Erdgastrasse in Sibirien

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Das blaue Licht.

978-3-932090-87-5

Monika Kersten wurde 1943 in Magdeburg geboren und lebte bis zu ihrem Auslandseinsatz an der Erdgastrasse in Rathenow. Beide Elternteile hatte sie im Zweiten Weltkrieg verloren und dadurch eine schwere und bewegende Kindheit und Jugend, trotz der Liebe und Fürsorge ihrer Großmutter.

Nach dem Schulbesuch bis zur zehnten Klasse arbeitete sie als Schreibkraft und stellvertretende Sekretärin in einem Rathenower Baukombinat.

Von 1985 bis 1990 erfolgte der Einsatz am Zentralen Jugendobjekt „Erdgastrasse“ am Permer Bauabschnitt/mittlerer Ural.

Sie hat zwei Kinder aus erster Ehe und ist seit 1987 – wie im Buch erzählt – mit einem Partner verheiratet, den sie an der Erdgastrasse fand.

Erste schriftstellerische Aktivitäten gab es in der Jugend und dem frühen Erwachsensein. In den 70er Jahren wurde Lyrik von Monika Kersten in einer Anthologie eines Zirkels „Schreibender Arbeiter“ veröffentlicht. Später begann sie, auch Prosa zu schreiben. Ihr Vorbild auf diesem Gebiet war der Schriftsteller August Hild, zu dem sie persönlichen, freundschaftlichen Kontakt pflegte.

„Das blaue Licht“ entstand als Bericht auf der Grundlage von Tagebuchnotizen während und nach der Trassenzeit. Der veröffentlichte Text ist Bestandteil einer umfangreicheren Materialsammlung.

Vom Frühjahr 1982 bis 1990 entsandte die DDR tausende Männer und Frauen in die Sowjetunion, damit dort eine Erdgastrasse aus den Weiten Sibiriens in den europäischen Teil gebaut wurde. Das geschah nicht freiwillig, denn es waren überwiegend qualifizierte Fachkräfte, die zur gleichen Zeit in der DDR fehlten, aber es mußte gesichert werden, daß die Sowjetunion ihre Erdöl- und Erdgaslieferzusagen für die DDR-Wirtschaft einhalten konnte. Es waren überwiegend Männer – Bauarbeiter, Schweißer, Bediener von schwerer Technik –, aber auch eine erhebliche Anzahl von Frauen. Diese ar beiteten als Architekten, in der Bauleitung, als Schreib- und Küchenkräfte, aber auch als Bedienerinnen der Technik.

Was bisher an Literatur über die Trasse erschien, war immer ein Blick von außen. Schriftsteller und Journalisten hielten sich mehr oder weniger lange dort auf und schrieben dann darüber. Monika Kersten unterscheidet sich davon. Sie war von 1985 bis 1990 am sibirischen Abschnitt der Trasse, und es entstand auf der Grundlage ihrer Aufzeichnungen vor Ort ein Erlebnisbericht, der Beobachtungen festhält, wie sie so wohl nur eine Frau machen kann.

Der Bericht ist geprägt vom Stolz, dabeigewesen zu sein und diese  Belastungen ertragen zu haben. Ungeschminkt wird aber auch über den rauhen Ton untereinander, über die Probleme, die sich aus der langen Abwesenheit für die Beziehungen der Trassenarbeiter ergaben, gesprochen. Und schließlich wird sichtbar, wie isoliert diese überwiegend von der Bevölkerung waren. Monika Kersten hat dort Freundschaften geschlossen, und sie schildert auch, wie sie ihrer russischen Freundin beim Verlust ihrer Tochter und bei der Geburt eines neuen Kindes beigestanden hat.

Es ist ein ehrlicher Text, der gerade durch die Direktheit, mit der er zählt wird, beeindruckt und denen, die in der DDR geblieben waren, zu verstehen hilft.

10,10  
Monika Kersten wurde 1943 in Mag­de­burg geboren und leb­te bis zu ih­rem Aus­lands­einsatz an der Erdgas­trasse in Ra­thenow.
Beide Elternteile hatte sie im Zweiten Weltkrieg verloren und dadurch ei­ne schwere und bewegende Kindheit und Ju­gend, trotz der Liebe und Fürsorge ihrer Groß­mutter.
Nach dem Schulbesuch bis zur zehnten Klasse arbeitete sie als Schreibkraft und stellvertretende Sekretärin in einem Rathenower Baukombinat.
Von 1985 bis 1990 erfolgte der Einsatz am Zentralen Jugendobjekt „Erdgas­trasse“ am Permer Bauabschnitt/mittlerer Ural.
Sie hat zwei Kinder aus erster Ehe und ist seit 1987 – wie im Buch erzählt – mit einem Partner verheiratet, den sie an der Erdgastrasse fand.
Erste schriftstellerische Aktivitäten gab es in der Jugend und dem frühen Erwachsensein. In den 70er Jahren wurde Lyrik von Monika Kersten in einer Anthologie eines Zirkels „Schreibender Arbeiter“ veröffentlicht. Später begann sie, auch Prosa zu schreiben. Ihr Vorbild auf diesem Gebiet war der Schriftsteller August Hild, zu dem sie persönlichen, freundschaftlichen Kontakt pflegte.
„Das blaue Licht“ entstand als Bericht auf der Grundlage von Tagebuchnotizen während und nach der Trassenzeit. Der veröffentlichte Text ist Bestandteil einer umfangreicheren Materialsammlung.
Vom Frühjahr 1982 bis 1990 entsandte die DDR tausende Männer und Frauen in die Sowjetunion, damit dort eine Erdgastrasse aus den Weiten Sibiriens in den europäischen Teil gebaut wurde. Das geschah nicht freiwillig, denn es waren überwiegend qualifizierte Fachkräfte, die zur gleichen Zeit in der DDR fehlten, aber es mußte gesichert werden, daß die Sowjetunion ihre Erdöl- und Erdgaslieferzusagen für die DDR-Wirtschaft einhalten konnte. Es waren überwiegend Männer – Bauarbeiter, Schweißer, Bediener von schwerer Technik –, aber auch eine erhebliche Anzahl von Frauen. Diese ar­beiteten als Architekten, in der Bauleitung, als Schreib- und Küchenkräfte, aber auch als Bedienerinnen der Technik.
Was bisher an Literatur über die Trasse erschien, war immer ein Blick von außen. Schriftsteller und Journalisten hielten sich mehr oder weniger lange dort auf und schrieben dann darüber. Monika Kersten unterscheidet sich davon. Sie war von 1985 bis 1990 am sibirischen Abschnitt der Trasse, und es entstand auf der Grundlage ihrer Aufzeichnungen vor Ort ein Erlebnisbericht, der Beobachtungen festhält, wie sie so wohl nur eine Frau machen kann.
Der Bericht ist geprägt vom Stolz, dabeigewesen zu sein und diese  Be lastungen ertragen zu haben. Ungeschminkt wird aber auch über den rauhen Ton untereinander, über die Probleme, die sich aus der langen Ab wesenheit für die Beziehungen der Trassenarbeiter ergaben, gesprochen. Und schließlich wird sichtbar, wie isoliert diese überwiegend von der Bevölkerung waren. Monika Kersten hat dort Freundschaften geschlossen, und sie schildert auch, wie sie ihrer russischen Freundin beim Verlust ihrer Tochter und bei der Geburt eines neuen Kindes beigestanden hat.
Es ist ein ehrlicher Text, der gerade durch die Direktheit, mit der er­zählt wird, beeindruckt und denen, die in der DDR geblieben waren, zu verstehen hilft.
 
 
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