Bock, Hartmut – Obrigkeit und Untertanen


Bock, Hartmut – Obrigkeit und Untertanen

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Obrigkeit und Untertanen

Das Alltagsleben in den Dörfern der nordwestlichen Altmark im 18. Jahrhundert

herausgegeben von den Museen des Altmarkkreises Salzwedel

978-3-86289-083-5
 
Hartmut Bock hat schon einige Bücher geschrieben, und dennoch kann man mit gutem Grund dieses Buch als ein besonderes in der Liste seiner Veröffentlichungen bezeichnen. Es ist in gewissem Sinne ein Lebenswerk, denn er hat viele Jahre dafür gesammelt und daran geschrieben. Entstanden ist so ein Werk, das grundlegend für das Verständnis der Kulturgeschichte der Altmark geworden ist und sowohl dem Fachmann zahlreiches Material zur weiteren Beschäftigung liefert als auch dem interessierten Laien gut lesbar und unterhaltsam einen Zugang zum Alltagsleben seiner Vorfahren verschafft.
Hartmut Bock macht zugleich sich und uns ein besonderes Geschenk zu seinem bevorstehenden 70. Geburtstag.
 
 
Inhalt
 
Das Amt Diesdorf und seine Dörfer
Das Amt Diesdorf
Struktur des Amtes und der Amtsdörfer; Die Belastung der ländlichen Bevölkerung durch das Amt – Abgaben und Dienste; Bauern verweigern 1710 ihre Dienste; Wistedter Dorfschulze 1734 mit „Spanischen Mantel“ bestraft; Dienstverweigerung der Kortenbecker Ackerleute; Ackermann Fäsche aus Hilmsen 1769 ins „Handloch“ gelegt
 
Die Dörfer
Historischer Überblick; Hof und Haus; Beschreibung des Dorfes Haselhorst zu Beginn des 18. Jahrhunderts
 
Die Einwohner der Dörfer
 
Der Schulze
Die Dorfschulzen und ihr Amt; Die Lehnschulzen als Beisitzer des „peinlichen Halsgerichts“; Die Aufgaben der Dorfschulzen; Das Auspfänden der Straftäter im Dorf; Die Dorfversammlung; Der Schulze als Ackermann; Der Hof des Jübarer Lehnschulzen und Gastwirts; Der Jübarer Schulzenhof im Jahr 1724; Das Altenteil; Inventar des Schulzen- und Krughofes in Jübar
 
Die Ackerleute (Bauern) und die Kossaten (Kleinbauern)
Das Erbzinsrecht der Bauern; Geschwisterschuld; Streit zwischen Jung und Alt in der Familie; Das Inventar eines Bauernhofes in Haselhorst; Das Inventar von zwei Kossatenstellen; Das Geld aus einem Eichenklotz – die Sparbüchse eines Bauern; Der Geldwert eines Bauernhofes; Die Ausgaben von Christoffel Holthusen aus Eickhorst 1737
 
Knechte und Mägde
Der Knecht Höfft wurde in Abbendorf vom Hof gejagd; Mägdelohn der Lucia Ehreken aus Abbendorf; … ist er sehr besoffen gewesen, das er die Zunge im Maul kaum rühren können …; Der Verbrauch des Lohnes der Knechte und Mägde; Die Altersstruktur des Gesindes
 
Die Kätner, Häusler oder Büdner
Übernahme einer Kätnerei 1704 in Jübar; Nachlass des Häuslers Tiebermann aus Siedenlangenbeck 
 
Die Einlieger oder Einwohner im Dorf
 
Hirten und Nachtwächter
Pferdehirten, Kuhhirten, Schweinehirten, Schafhirten, Die Nachtwächter
 
Die Armen des Dorfes
 
Der Landpfarrer
Pfarrer und ihre Gemeinde; Pfarrer der Kircheninspektion  Salzwedel; Der Besitz und das Einkommen eines Pfarrers am Beispiel von Diesdorf; … als worum gehorsamst Bitte, und hier nächst verharre …; Der Nachlass des Pastors Adam Grieben aus Hilmsen 1766; 
 
Der Küster und der Lehrer
Sollen die Schulmeister und Küster … die Kinderlehre mit der Jugend fleißig treiben; Küster im Kreis Salzwedel im Jahr 1737; Aber an den meisten Dorfschulen lernen die Kinder nicht mehr als lesen …; Welcher für die Genießung der Gräsung des Kirch-Hofes die Beth-Glocke geschlagen …; Das erste Schulhaus im Kolonistendorf Hohengrieben – aber ein schlechter Lehrer; Die Küster- und Schulmeisterdienste im Amt 1788
 
 
Die Landwirtschaft
 
Der Ackerbau
Die Dreifelderwirtschaft; Die Beackerung der Felder; Die Feldfrüchte; Anbaumengen der Feldfrüchte; Die Besömmerung der Brachfelder; Die ersten Kartoffeln in der Altmark; Der Hopfenanbau auf einem Hof in Abbendorf; Die Getreideernte; Das Dreschen; Ertrag der Ernte und Verbrauch; Schlechte Ernten – Frostschäden – Not und Hunger
 
Die Gärten
Die „Kohlbuchten“; Die Gartenzäune; Die „Apfelhöfe“ und „Baumgärten“; Die Förderung des Obstbaues unter Friedrich dem Großen; Die Verwertung des Obstes
 
Die Viehzucht
Viehbesatz auf Ackerhöfen und anderen sozialen Schichten in Diesdorf; Pferde, Ochsen und Rinder; Geflügel; Tierbestand, Seuchen und andere Gefahren; Schafzucht
 
Die Bienenzucht
Imker aus dem „Ausland“ in der Altmark; „Fluchtgeld“ für die altmärkischen Bienenstöcke; Stedtegeld und Fuhrlohn von Lüneburger Imkern; Ausgaben der Korbimker; Honigverkauf an einen Honigkuchenbäcker nach Magdeburg; Rezeptbüchlein: praktische Ratschläge und Aberglauben
 
Der Fischfang
 
 
Handwerk und Gewerbe
 
Die Landhandwerker
Handwerker im Amtsbereich Diesdorf; Küster und Schuhmacher Brüning aus Jübar im Kampf gegen die Gilde; Schuhe aus der Stadt Salzwedel; Handwerkerarbeit als Naturallohn; Ein Handwerksgeselle auf Wanderschaft in der Altmark; Handwerker aus Abbendorf pachten Ackerland; Zimmerarbeit gegen Ackernutzung in Diesdorf; Ein Glaser erhält die Konzession in Diesdorf; Der Schornsteinfeger hält Einzug im Dorf
 
Die Müller
Mühlen im 17. Jahrhundert und der 30-jährige Krieg; Die Wassermühle von Lüdelsen; Die Metzkornabgaben; Der Windmüller und sein Knecht im Neuen Kruge
 
Märkte in Diesdorf und Umgebung
Die Diesdorfer Kram-, Schuh- und Pferdemärkte
 
 
Alltag und Festtag im Dorf
 
Essen und Trinken
 
Die Kleidung der Dorfbevölkerung  
 
Ein Jude wurde schikaniert
 
Bauernsöhne gehen in die Fremde
Werbeoffiziere in Jübar; Bauernsöhne in Ostindien und Kurland; Aus Fahrendorf nach Prag
 
Abtritt – Nachtstuhl – Nachttopf
 
Krankheit und medizinische Versorgung
Ein Rezeptbüchlein aus Stöckheim; Notizen des Pastors Reichwald aus Jübar; Allerlei Rezepte zur Heilung von Mensch, Tier und Pflanze; Verletzung des Hohenböddenstedter Schulzen an der Hirnschale 1735; Der Feldscheer aus Diestorff behandelt die „Franzosenkrankheit“; Krankenpflege im Bauernhaus; Junge welcher Etwas ein fältig ist … wird übel Tractiret; „… warfen mit Schüßeln durchs Fenster daß alles zersprang …; Ein Leib- und Wundarzt aus dem Strelitschen Städtchen Wesenberge
 
Sitten und Bräuche in der nordwestlichen Altmark
Sitten und Bräuche im Alltag und bei besonderen Anlässen; Sitten und Bräuche im Lebenslauf: Taufe, Hochzeit, Beerdigung; Sitten und Bräuche im Jahreslauf
 
Aberglaube und Hexerei
Heiligenfelde – Hurenfelde – Hexenfelde; Zauberei und Hexerei 1707 in Schmölau; Verdacht auf Hexerei; Diebstahl, Verführung und Aberglaube; „Wicken und Sieblaufen“ in Drebenstedt; 9. Ob sich in der Luft Phenomena sehen lassen?
 
„Totentöpfe“, „Heidnische Altäre“ und „Donnerkeile“
 
 
Obrigkeit und Untertanen
 
„Justizsachen“ – das Amtsgericht greift bei Vergehen ein
… welches alles über dem Rauchffang im Hause gehangen; In Distorf Haus­suchung veranlaßt; In einem Potte unter der Erden vergraben; … allhier sich Fleischlich mit ihr vermischet, wovon sie schwanger geworden …; 2 arretierte Musicanten, welche bei itziger hohen landes-Trauer auf einer Hochzeit zu Wistedt mit Music angetroffen; … andern zum Exsempel und Abscheu, auf eine Nacht zur Gefängnis Straffe condemnieret  worden; In der Tollheit habe er gesprochen: Nun wolle er das Dorff auf 4 Ecken anstecken; Das Gefängnis in Diesdorf
 
Die nordwestliche Altmark als Grenzgebiet zum Herzogtum Braunschweig-Lüneburg 
… ist mit der Untersuchung derer Zoll- und Schleichwege … der Anfang bey Arendsee gemachet; Zollbrote und Grafeneier für das Haus Brome; Der Zöllner von Jüber … hat den garauß mit mir gemachet; Zollverwalter Rummel betrog Wittinger Bürgermeister; Zolleinnehmer und Wirt – zwei einträgliche Berufe
 
Soldaten – Desertation – Krieg
… weil aus Stendall 1 unter officier und ein Musquetier desertiert sind; … weil Joachim Hecht außer Landes gelaufen; Die Mondierung der preußischen Soldaten; Versorgung von Militärpferden; Mit seinen Wagen und Pferden zur alliirten Armee
 

 

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