Blume, Günther – Chronik der Stadt Oschersleben (Bode), Band I, 600 bis 1700


Blume, Günther – Chronik der Stadt Oschersleben (Bode), Band I, 600 bis 1700

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Chronik der Stadt Oschersleben (Bode), Band I

Band 12 der Beiträge zur Kulturgeschichte der Magdeburger Börde und ihrer Randgebiete

978-3-86289-071-2

 

Vorwort von Dr. Günther Blume
Das Buch behandelt das Entstehen der Siedlung Oschersleben in der germanischen Zeit vom 4.Jh.-6.Jh., das Werden der Marktsiedlung Oschersleben neben der alten Siedlung Oschersleben im Frühmittelalter vom 10.Jh.-11.Jh., die Herausbildung des Fleckens/der Stadt im Hochmittelalter vom 12.Jh.-1235 und weiter bis vorerst anno 1700. Somit wurde versucht, wenn auch leider nur fragmentarisch, 1400 Jahre Oschersleber Geschichte zu erfassen.
Zu diesem Zweck musste zum einen die Primärliteratur (Urkunden, Archivalien, Regeste, Karten, Abbildungen) in den staatlichen und kirchlichen Archiven (Oschersleben, Magdeburg, Wolfenbüttel, Berlin, Halberstadt, Brandenburg) und in den Museen (Oschersleben, Halberstadt, Blankenburg, Egeln, Haldensleben)  und zum anderen die Sekundärliteratur (Bücher, Zeitschriften, Heimatschriften, Chroniken) erschlossen und ausgewertet werden. Den Angestellten vorgenannter Einrichtungen möchte ich auf diesem Weg für das Suchen und Bereitstellen der Literaturen ganz herzlich Danke sagen. 
Es ist anzumerken, dass es insbesondere mit dem Auswerten der alten Oschersleber Chroniken Schwierigkeiten gab. Die Chronisten (Steyer, Kremmling, Kellner, Heyer/Ammann) führten zwar ein Literaturverzeichnis an, aber es gab dazu im Text keinen Bezug - keine Literaturangabe - zwecks Nachprüfung der getroffenen Aussagen, so dass aus diesen Chroniken entnommene Angaben meistens im Konjunktiv angeführt wurden.
Da die umfangreichen Recherchen nur Bruchstücke zur Oschersleber Geschichte lieferten, musste auch mit Thesen gearbeitet werden, die hoffentlich von den Nachkommenden, die sich mit der Stadtgeschichte beschäftigen, bestätigt oder widerlegt werden, damit letztendlich ein immer vollkommeneres Bild unserer Stadtgeschichte entsteht. 
Warum habe ich eine solche Mühe auf mich genommen? Ich möchte dazu beitragen und erreichen, dass
- die Oschersleber Bürger auf ihre mit zu den ältesten Städten Deutschlands zählende Stadt stolz sein können,
- den Oschersleber Bürgern die sog. alte Geschichte der Stadt und den mit ihr verbundenen Dörfern näher gebracht wird,
- sich die Landesherrschaft - Kirche - Volk in der kleinen Einheit Burg - Kirche - Stadt widerspiegelt,
- jeder erkennt, dass der Ackerbau und die Viehzucht die Existenzgrundlage für die Stadt über Jahrhunderte war,
- das Handwerk die Stadtbewohner versorgte und die Stadt erhielt, 
- die Kinder und Jugendlichen im Geschichtsunterricht der Schulen mit fundierter Regional- 
  und Heimatgeschichte unterrichtet werden,
- die Gestalter der Gegenwart nur dann erfolgreich sein können, wenn sie die Vergangenheit kennen, damit nicht jede Spur von Geschichte aus dem Stadtbild gelöscht wird,
- die Leserinnen und Leser  selbst die geschichtlichen Ereignisse in den Epochen bewerten und mit den heutigen Zuständen vergleichen, ohne dass ihnen eine vorgefertigte Meinung oder Verallgemeinerung offeriert wird,
- die Nutzer des Buches beim Lesen der Buchtexte die Anlehnung an die Schriftsprache ab dem 14.Jh. spüren und damit einen kleinen Einblick in die Entwicklung unserer Sprache erhalten,
Mit dem Vorlegen der „Chronik der Stadt Oschersleben (Bode), Band I, 600-1700“ ist die Arbeit an unserer Stadtgeschichte natürlich nicht abgeschlossen und wird mit dem in Vorbereitung befindlichen Band II fortgesetzt. 
 
Es sei mir noch abschließend der Hinweis gestattet, dass man das Buch nicht, wie bei einem Roman, von vorn nach hinten lesen muss, sondern es kann auch jahrhundert- oder kapitelweise gelesen werden, und wer die „vielen irritierenden Zahlen“ nicht mag, blendet sie einfach aus.   
 

 

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